Sachbearbeiter (m/w/d) Umweltschutz und Landwirtschaft

  • Stadtverwaltung Worms
  • Abt. 3.05 - Umweltschutz und Landwirtschaft, Ludwigsplatz 5, 67547 WO
  • Büro, Verwaltung, Sachbearbeitung
  • Ingenieur
  • Vollzeit
  • Publiziert: 04.07.2019
  • Publizierung bis: 30.09.2019

Einleitung

Bei der Stadtverwaltung Worms ist zum nächstmöglichen Zeitpunkt beim Bereich 3 - Öffentliche Sicherheit und Ordnung in der Abteilung 3.05 - Umweltschutz und Landwirtschaft, eine Stelle in der
  • Entgeltgruppe E12 TVöD
  • unbefristet
  • mit einer regelmäßigen wöchentlichen Arbeitszeit von z.Zt. 39 Stunden zu besetzen.

Ihre Aufgaben:

  • Vollzug der Bodenschutz- und Wassergesetze
  • Erkundung und Sanierung von Altlasten, Konversionsgebieten und sonstigen Bodenverunreinigungen, einschl. Ausschreibung und Betreuung von Gutachten und Überwachung von Maßnahmen
  • bodenschutzrechtliche und wasserrechtliche Stellungnahmen zu Flächennutzungs-plänen, Bebauungsplänen, Bau- und sonstigen Vorhaben
  • Grundlagenerhebungen zum Bodenschutz, zur Hydrologie und Hydrogeologie, einschl. Berichterstattung sowie Aufbau und Fortschreibung der Grundwasserdatenbank sowie Führen des kommunalen Altlastenkatasters
  • historische Erkundungen von Verdachtsflächen
  • Auskunft aus dem Altablagerungs- und Altstandortkataster
  • Aufnahme und Bearbeitung von Unfällen mit wassergefährdenden Stoffen
  • Erkundung und Bearbeitung von Grundwasserschadensfällen
  • Geologie und Hydrogeologie von Worms, Auskunft zu Grundwasserständen, softwaregestützte Berechnung von Flurabstands- und Grundwassergleichenkarten
  • Beratung und Berechnung von Versickerungs- und Regenwassernutzungsanlagen

Ihr Profil:

Für fachlich fundierte Stellungnahmen sind umfangreiche Fachkenntnisse aus den Bereichen Geologie, Hydrogeologie und Hydrologie, Siedlungswasserwirtschaft, Bodenkunde, Bauingenieurwesen, sowie Grundlagen der Physik, Chemie und Biologie erforderlich. Zum Teil müssen schwierige Verhandlungen mit Bauträgern, Bauherren, Planern, Architekten und Ingenieurbüros geführt werden, bei denen auch Landesfachdienststellen (Struktur- und Genehmigungsdirektion Süd, Landesamt für Umwelt, Landesamt für Geologie und Bergbau) einzubeziehen sind.
 
Mit den Verantwortlichen einer Bodenverunreinigung (Grundstückseigentümern, Verursachern)  sind z. T. konfliktträchtige Gespräche und Verhandlungen zu führen, wobei sowohl die gesetzlichen Vorgaben als auch die Verhältnismäßigkeit der einzusetzenden Mittel zu berücksichtigen sind.
 
Zur Abschätzung der Gefahrenlage bei Boden-, Bodenluft- oder Grundwasserverunreinigungen ist die Kenntnis über die chemischen und physikalischen Eigenschaften der festgestellten Schadstoffe sowie deren Verhalten in der Umwelt erforderlich. Bei der Entscheidung über die notwendigen Abwehrmaßnahmen sind auch die geologischen Gegebenheiten, die Bodeneigenschaften und die Grundwasserverhältnisse einzubeziehen. Sicheres Auftreten gegenüber Störern, sonstigen Einsatzkräften, Sachverständigen, Ingenieurbüros und Fachfirmen ist unabdingbar.
 
Die Ausschreibung und Vergabe von externen Ingenieurleistungen für die Erkundung und Sanierung von Bodenverunreinigungen erfolgt größtenteils eigenverantwortlich unter Beachtung der spezifischen rechtlichen und fachtechnischen Vorgaben, Normen und Vergabeordnungen.
 
Basis des kommunalen Altlastenkatasters und der Grundwasserdatenbank bilden Datenbanken in Verbindung mit einem GIS-System. Für die Fortschreibung und den weiteren Ausbau sind EDV-Kenntnisse, insbesondere im Umgang mit Geodatenbanken, erforderlich.
 
Vor der Erfassung von Flächen für das kommunale Altlastenkataster und für das Bodenschutzkataster des Landes wird eine historische Recherche durchgeführt. Diese umfasst die Auswertung von Archivunterlagen (Bauamt, Stadtarchiv, etc.), Gewerbekarteieinträgen, Adressbucheinträgen, Luftbildern und Zeitzeugenaussagen. Für eine erfolgreiche Recherche sind unter anderem Kenntnisse der Stadtgeschichte, der historischen Straßenbezeichnungen, der historischen Verwaltungsgliederung und schließlich eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit Zeitzeugen, unumgänglich.
 
Aufgrund der Mitwirkung an wasserrechtlichen Verfahren und Entscheidungen sowie im Bereich des technischen Umweltschutzes sind entsprechende Kenntnisse und technischer Sachverstand erwünscht.  


Ihre Voraussetzungen:
Vorrausetzung ist ein ingenieur- bzw. naturwissenschaftliches Studium mit den Hochschulabschlüssen Diplom, Master oder Magister in Verbindung mit einer einschlägigen Berufserfahrung im Bereich der Ingenieurgeologie, des Bauingenieurwesens und der Bodenkunde. Im Zusammenhang mit Bauvorhaben sind hinsichtlich der Möglichkeiten der Niederschlagswasserbewirtschaftung spezielle Kenntnisse der Hydrologie und Hydrogeologie erforderlich.
 
Perfekte schriftliche und mündliche Ausdrucksfähigkeit sowie die sichere Beherrschung der gängigen MS-Office Programme (Word, Access, Excel, Outlook, PowerPoint) werden vorausgesetzt. Sie müssen weiterhin Erfahrungen in der Vortragstätigkeit nachweisen können.
 
Der Arbeitsplatz erfordert ein besonderes Maß an Einsatzbereitschaft und Belastbarkeit, auch außerhalb üblicher Bürozeiten, sowie die Bereitschaft zur Fortbildung.
 
Zudem ist ein hohes Maß an Durchsetzungs- und Konfliktregelungsvermögen erforderlich. Das Anforderungsprofil umfasst weiter soziale Kompetenz, Integrität, Teamfähigkeit und Kommunikationsfähigkeit sowie Begeisterung für die Aufgabenstellung.
 

Wir bieten Ihnen:

  • Betriebliches Gesundheitsmanagement
  • stadtinternes Fortbildungsprogramm
  • zusätzliche Altersversorgung ZVK Darmstadt
  • Unterstützung bei Vereinbarkeit von Familie und Beruf z.B. durch flexible Arbeitszeiten oder Telearbeit
  • Job-Ticket im Verkehrsverbund Rhein-Neckar; sowie eine sehr gute Verkehrsanbindung
Die Stadt Worms setzt sich für Chancengleichheit ein und ist daher insbesondere an der Bewerbung von Frauen mit entsprechender Qualifikation interessiert. Schwerbehinderte Menschen werden bei gleicher Eignung bevorzugt berücksichtigt.
 

Kontakt:

Sollten Sie fachspezifische Fragen zur ausgeschriebenen Stelle haben, steht Ihnen Herr Lieser als Ansprechpartner unter der Tel. 06241 / 853-3502 zur Verfügung. Bei personalrechtlichen Themen wenden Sie sich an Herr Herwig Tel. 06241/853-1306.

Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung!

Nach Abschluss des Bewerbungsverfahrens werden die Daten nach den Bestimmungen des Datenschutzes vernichtet.